FAQ – Häufig gestellte Fragen zur Demenz-WG

Uns erreichen immer wieder Fragen, die sich um die Kosten einer Demenz-WG, die Organisation, die Aufgaben und den Pflegedienst drehen. Hier versuchen wir einige davon zu beantworten.

Bitte beachten Sie, dass wir eine selbstorganisierte Demenz-WG sind, das heißt, wir Angehörige steuern das gesamte Konzept. Es gibt auch trägergeführte Demenz-WGen, die für die Angehörigen gleichzeitig weniger Arbeit, aber auch weniger Mitspracherecht bedeuten. Wir möchten so viel wie möglich für unsere Eltern, die in der Demenz-WG Hospitalstraße wohnen, tun, und daher präferieren wir unsere Modell.

Die Kosten einer Demenz-WG sind in zwei Teilen festgelegt (Miete und Haushaltsgeld) und in einem Teil variabel (Pflegekosten). Diese bespricht unser Pflegedienst individuell mit Ihnen, wenn mehr Informationen über den Interessenten für das Zimmer vorliegen. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite Kosten.

Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Sie bieten Ihrer Mutter oder ihrem Vater ein Ambiente fast wie bei sich zu Hause. Sie können jederzeit vorbeikommen und so lange bleiben, wie Sie möchten. Da unsere Demenz-WG selbstverwaltet ist, haben wir Angehörige sehr viele Gestaltungsmöglichkeiten.

Und das ist vielleicht für einige auch schon der Nachteil: Viel gestalten heißt, viel Zeit mitbringen. Wer vorhat, nur alle 2 Wochen zu Besuch zu kommen und sich ansonsten um nichts kümmern möchte, sollte besser eine andere Wohnform für Demenzkranke wählen.

Ein weiterer Nachteil sind die Kosten, die häufig über den Pauschalen in Pflegeheimen liegt. Das Gute: Die Demenz-WG-Wohnform wird staatlich unterstützt. Eine kleine Rente muss also nicht immer bedeuten, dass Sie keinen Platz bekommen. 

Freie Plätze melden wir zunächst immer der Koordinationsstelle der Stattbau. Sie können sich aber gern jederzeit bei uns per Mail melden, wenn Sie merken, dass Sie bald Bedarf haben werden. Manchmal wird plötzlich ein Zimmer frei, daher ist es eine gute Idee, nicht zu lange zu fackeln. Denn genauso schnell besetzen wir die Zimmer auch wieder neu. Finden Sie hier die Informationen, die wir benötigen, um Sie auf unsere Interessentenliste zu setzen. 

Im Prinzip alles. Allerdings sind die Zimmer auf 17 bis 20 Quadratmeter begrenzt. Aber wir verfügen noch über große Gemeinschaftswohnräume und einen großen Keller. Das heißt aber nicht, dass alles mit soll, wovon man sich nicht trennen kann, aber Platz genug, um ein adäquates Leben zu führen, ist auf jeden Fall vorhanden. Tatsächlich benötigen unsere Bewohnerinnen und Bewohner weniger, als man denkt. Wichtiger für sie ist meistens, die Nähe zu anderen Menschen, nicht ihr persönlicher Besitz. 

Die Frage, wie viel Personal in unserer Demenz-WG arbeitet, wird oft gestellt. Zurecht. Denn damit punktet diese Wohnform ungemein.

Anders als in Pflegeheimen haben Wohngemeinschaften für Demenzkranke einen sehr hohen Personalschlüssel. 

Es sind in jeder Schicht (außer nachts) immer 2–3 Pflegerinnen und Pfleger (und manchmal sogar mehr) für unsere 10 Demenzkranken vor Ort, sodass eine großartige Betreuung rund um die Uhr gewährleistet ist. 

Wir haben 10 Einzelzimmer zur Verfügung – also leben bei uns 10 Menschen mit Demenzerkrankung. Sie befinden sich in den unterschiedlichsten Stadien der Krankheit. 

Zum einen müssen wir natürlich ein freies Zimmer haben. Dann schauen Sie sich am besten die Informationen unter Interessiert? an. Hier erklären wir ausführlich unser Konzept unserer selbstorganisierten WG. 

Nein, leider nicht. Für den Einzug muss eine Diagnose vorliegen. Auch die Art der Demenz spielt eine gewisse Rolle. Sobald ein Pflegegrad vorliegt und Sie wissen, um welche Art von Demenz es sich handelt, können Sie gern Kontakt aufnehmen. 

Das kann man nicht präzise sagen. Das kommt auch auf die Art der Aufgaben an. Manche sind konstant und müssen oft wiederholt werden, manche sind eher saisonal, manche auf Zuruf. Man muss es sich so vorstellen: Wir gestalten den Alltag unserer Mütter und Väter, die in der WG leben. Nur, dass diese eben nicht bei uns zu Hause wohnen. Der Rest wird von uns gemeinsam mit dem Pflegedienst organisiert. Außerdem treffen wir uns regelmäßig und besprechen alles, was anfällt. 

Wir freuen uns immer über interessierte Pflegekräfte. Bitte schreiben Sie eine Mail an die Diakoniestation Flottbek-Nienstedten / Martha-Stiftung (E-Mail: diakonie@dsflottbek.de), wenn Sie gern bei uns arbeiten möchten. 

Die Demenz-WG Hospitalstraße wurde 2012 erbaut. 

Sie haben darüber hinaus noch weitere Fragen, dann schreiben Sie uns gern eine Mail an mail@wg-hospitalstrasse.de. Wir antworten umgehend!